Stechinelli D1 Wietzendorf-Becklingen

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Die Route des Themenweges "Auf den Spuren des Postmeisters" in Richtung Bergen beginnt an der St.-Jakobi-Kirche in Wietzendorf. Entlang der Kampstraße führt der Themenweg aus dem Ort hinaus und durch die Naturschutzgebiete Wietzendorfer und Großes Moor. Die Wege können hier je nach Witterung etwas schwer befahrbar sein. Nach Überquerung der B3 wird Becklingen erreicht und auf der alten B3 weitergeradelt.
Die St.-Jakobi-Kirche ist Wietzendorfs bedeutendstes Bauwerk. Der neugotische Bau wurde 1876 errichtet. Der hölzerne Glockenturm und Teile der Ausstattung sind aber deutlich älter.

Mehrmals überquert der Themenweg die Bahnstrecke Celle-Soltau. Mit der Eröffnung des Abschnitts Bergen-Soltau am 23.4.1910 endete für Wietzendorf die Postkutschenzeit. Ausnahme war der dreiwöchige Streik der Eisenbahner im Juli 1920, als die Postkutschen letztmals ihren Dienst verrichteten.

In Spitzenzeiten transportierte die Bahn 250.000 Menschen pro Jahr. Der Personenverkehr ging allerdings stetig zurück und wurde schließlich 1975 eingestellt. Die Haltestellen in Becklingen und Wardböhmen wurden abgerissen.

Lange Zeit war das Goße Moor zwischen Bergen und Wietzendorf kaum passierbar. In den 1950er Jahren begann mit der Entwässerung des Hochmoores die Grünlandgewinnung. Die Wietzendorfer Stärkefabrik legte 1970 Teiche zur Klärung des Kartoffelwaschwasser an. Sie stehen heute unter Naturschutz. Ein Aussichtsturm bietet einen guten Überblick und Schautafeln Informationen zu Flora und Fauna.

In Becklingen lohnt es sich ein Besuch des Waldarbeitermuseums (Becklingen Nr.7). Anhand zahlreicher Exponate wird die Entwicklung der Waldarbeit seit Beginn des 20. Jahrhunderts erläutert.
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