Ausbildungsplätze sichern

Die Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie Arbeit und Soziales (BMAS) haben das neue Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ angekündigt.
Ausgestattet mit einem Gesamtbudget von bis zu 500 Mio. Euro für die Jahre 2020 und 2021 richtet sich das Programm an Ausbildungsbetriebe sowie ausbildende Einrichtungen in den Gesundheits- und Sozialberufen.
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 249 Beschäftigten, die durch die COVID-19-Krise betroffen sind.
Ziel ist es, das Ausbildungsplatzangebot aufrechtzuerhalten und jungen Menschen die Fortführung und den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zu ermöglichen (Ausgeschlossen sind Praktika).
Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:
1. Ausbildungsprämie (Ausbildungsangebot fortführen)
Voraussetzung: KMU, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten.
Förderung: je abgeschlossener Ausbildungsvertrag für das Ausbildungsjahr 2020 einmalig 2.000 Euro (nach Abschluss der Probezeit)
2. Ausbildungsprämie (Ausbildungsangebot erhöhen)
Voraussetzung, KMU, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen.
Förderung: je zusätzlich abgeschlossener Ausbildungsvertrag für das Jahr Ausbildungsjahr 2020 einmalig 3.000 Euro (nach Abschluss der Probezeit)
3. Vermeidung von Kurzarbeit
Ziel: Kurzarbeit bei Auszubildenden vermeiden, um den erfolgreichen Abschluss der begonnenen Ausbildung sicherzustellen.
Voraussetzung: Arbeitsausfall von mind. 50 % im gesamten Betrieb
Förderung: max. 75 % der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem der o. g.Arbeitsausfall zu verzeichnen ist.
4. Auftrags- und Verbundausbildung
Ziel: Stimulierung der stärkeren Nutzung von Verbund- oder Auftragsausbildung
Voraussetzung: Umsatzrückgang beim ausbildenden Betrieb in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mind. 60 % gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten Antragsberechtigt: KMU, überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die Auszubildende für mind. sechs Monate übernehmen.
Förderung: einmalige Prämie i. H. v. 1.500 Euro für einen Betrieb bzw. i. H. v. 8.000 Euro für ÜBS und andere Einrichtungen
5. Übernahmeprämie
Ziel: Sicherung der Weiterführung von Ausbildungsverhältnissen bei pandemiebedingter Insolvenz eines ausbildenden KMU
Antragsberechtigt: KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, welche die Auszubildenden bis zum 31. Dezember 2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen.
Förderung: einmalige Prämie i. H. v. 3.000 Euro pro aufgenommenem Auszubildenden Hinweise zur geplanten Antragstellung:
Anträge für die Maßnahmen sollen von der örtlich zuständigen Agentur für Arbeit bearbeitet werden (Ausnahme Maßnahme 4).
Details zur Durchführung der Maßnahme 4 stehen derzeit noch nicht fest und sollen im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung erörtert werden (s. www.aus-undweiterbildungsallianzde/AAW/Navigation/DE/Home/home.html).
Derzeit werden die einzelnen Förderrichtlinien in den zuständigen Institutionen erarbeitet. Wir behalten dieses im Blick und werden Sie über relevante Förderungen im Rahmen von Euro-Office auf dem Laufenden halten.
Details zu den Maßnahmen entnehmen Sie den beigefügten Eckpunkten sowie folgender Website: www.bmbf.de/de/das-sollten-kmu-jetzt-wissen-11839.html.
Auch in den Pressemitteilungen der Ministerien sind weitere Informationen enthalten:
Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
MCON
Kathrin Meemken

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